Q: Seit dem Starttag haben Sie am zweiten Trainingstag des neuen Teams teilgenommen. Wie war das Training, nachdem Sie nach längerer Zeit wieder nach Tokio zurückgekehrt sind?
A: Am Starttag haben wir nicht so intensiv trainiert. Heute war das Training sehr abwechslungsreich, mit viel Intensität im Zweikampf und schnellen Wechseln zwischen Angriff und Verteidigung. Wir konnten richtig hart trainieren, was mir sehr viel Spaß gemacht hat. Es war ein Training, bei dem ich auf positive Weise gespürt habe, dass sich das Team verändert.
Q, ich denke, das Fußballkonzept wird sich im Vergleich zur letzten Saison ändern. Haben Sie während des Trainings bereits Anzeichen dafür gespürt?
A, es geht nicht nur darum, den Ball sicher zu halten und gut zu passen, sondern auch darum, Vorwärtsdrang zu entwickeln und stets das Tor im Blick zu haben. Der Trainer fördert dieses Bewusstsein sehr stark, weshalb ich das als sehr lohnend empfinde.
Q, Sie waren wegen Ihrer Aktivitäten als japanischer Nationalspieler beim Trainingslager in Okinawa nicht anwesend. Spüren Sie Unterschiede im taktischen Verständnis im Vergleich zu den anderen Spielern?
A, Da ich fast einen Monat nicht dabei war, ist es tatsächlich so, dass ich beim Verständnis der Taktik des Trainers und deren Umsetzung auf dem Spielfeld im Rückstand bin. Bis zum Saisonstart werde ich mich einfach bemühen, diese Lücke durch tägliches Training schnell zu schließen.
Q, Man kann das tägliche Training nicht ungenutzt lassen, oder?
A, nicht nur im Training, sondern auch in Meetings kann ich die vom Trainer beabsichtigte Taktik für mich verinnerlichen, und da es viele Dinge gibt, die man nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch außerhalb tun kann, möchte ich mich dort konsequent engagieren.
Q, Es sind weniger als zwei Wochen bis zum Saisonstart, und die Stimmung wird allmählich richtig spannend. Konntest du nach deiner Rückkehr von den Aktivitäten mit der japanischen Nationalmannschaft mental umschalten?
A, was die mentale Einstellung betrifft, habe ich bisher immer zwischen der japanischen Nationalmannschaft und meinem Verein gewechselt. Die Nationalmannschaft ist die Nationalmannschaft und Tokio ist Tokio, daher trenne ich das klar und gehe mental mit frischem Elan von vorne los.
Q, was möchten Sie als Nagatomo-Spieler in einem sich verändernden Team verkörpern?
A, Es ist selbstverständlich notwendig, die Taktik des Trainers zu verstehen, und es ist auch wichtig, diese im Spiel auszudrücken. Gleichzeitig muss man aber auch seine eigenen Stärken zeigen und für das Team aktiv sein. Wenn man sich nicht als Individuum hervorhebt, kann man nicht spielen. Innerhalb der Taktik des Teams möchte ich daher sicherstellen, dass ich meine eigenen Merkmale klar zum Ausdruck bringen kann.




